Monthly Archives: April 2014

SW Essen – WSV (30km, 0:1)

Uhlenkrug die Dritte! Viele Touren führten schon durch die Stadt, deren Name nicht noch ein weiteres Mal genannt werden muss. Um etwas Abwechslung in die Bude zu bringen wurde die heutige Fahrt also durch das Felderbachtal geplant. Dieses östlich von der “normalen” Route gelegene Gebiet kann sich landschaftlich absolut sehen lassen und auch das Streckenprofil ist abwechslungsreich – was nichts anderes bedeutet als Berge ohne Ende. Wenn man die Gennebrecker Straße hoch gefahren ist hat man wirklich was geschafft – zum Beispiel die Gennebrecker Straße. Dieses Schild hier versprach Spaß am laufenden Kilometer:

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Das Wetter war angenehm mild aber auch nicht übertrieben gut, wodurch die Straße recht leer war. Hoch und runter schlängelte sich die Tour durch die Elfringhauser Schweiz.

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Plötzlich wippte DAS HIGHLIGHT der Saison überhaupt über den Berg – eine echte Ape. Die Ape ist das einzige Fahrzeug, das an Anmut und Eleganz mit dem Fahrrad mithalten kann. Die Original Ape 50 ist ein dreirädriges Lieferfahrzeug, das in den 40er Jahren in Italien gebaut wurde. Es fährt etwa so schnell wie ein Motorroller und kann so viel mitnehmen wie ein gut trainierter Fahrradkurier. Aber Leistung ist nicht alles, was zählt – so ist die Ape doch ein optischer und akustischer Leckerbissen. Im Windschatten dieser Ape 50 ging es dann einige km weiter, bis der freundliche Pilot der Ape anhielt, um kurz mit mir zu töttern.

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Nach Verlassen des eher landwirtschaftlich geprägten Gebiets ging es noch ein paar km durch diverse Vororte dieser Stadt, bis etwa eine Stunde vor Spielbeginn das Stadion am Uhlenkrug erreicht wurde. Dort präsentierte sich ein großes Polizeiaufgebot, das schon den Eingang abgeriegelt hatte. In den kommenden 120 Minuten fackelten Ordnungsdienst und Polizei ein beispiellos Chaos ab. Ein bei einem Heimspiel so planlos agierender Sicherheitsdienst ist mir bisher noch nicht untergekommen. Vorschriften darüber, welche Personen mit welchen Gegenständen das Stadion betreten dürfen, wurden im 10-Minuten Takt neu ausgewürfelt. Denkt da mal jemand nach? Blinder Aktionismus mit Helm und Knopf im Ohr waren das einzige, was ich heute erlebt habe. Zahlreiche enttäuschte und empörte Fans schlossen sich dem Boykott des Spiels an und blieben draußen (darunter auch wir – am Ende wurde sich über eine ungesicherte Stelle Zugang verschafft, um nach Spielende die VERBOTENE FAHNE {was hat man da nicht schon für schlimme Sachen erlebt mit Fahnen} zu präsentieren).

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Für die restliche Saison heißt es Gas geben (bzw. in die Pedale treten). Platz 2 ist durch den Sieg immer noch greifbar. Bewegt euch, kommt ins Stadion, lasst euch nicht verarschen und unterstützt Stadt und Sportverein.

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