Monthly Archives: March 2015

Kapellen Erft – WSV (50km, 1:1)

Die guten Nachrichten zuerst: Unsere Gruppe ist wieder vollständig, nachdem Madame aus dem Känguruland zurückgekehrt ist und unser CMler hat eine neue mobile Stereoanlage für auf´s Fahrrad. Das Wetter war ganz wunderbar und die Strecke zwar bekannt, aber wieder einmal angenehm zu fahren.

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Vom Bahnhof Vohwinkel aus ging es bei herrlichen 15°C in Richtung Haan und Hilden. Wenn man den ganzen Winter durchgefahren ist und auch Ende Februrar noch mal die Schnee-Kleidung auspacken und das Streusalz aus der Kette schrubben musste weiß man das besonders zu schätzen. Über die Fahrt selbst gibt es wenig spannendes zu berichten – in Hilden biegt man zum Benrather Schloss ab, wo es wie immer ein romantisches Picknick mit Wein aus dem Marmeladenglas und Bananen gab. Danach versucht man möglichst schnell durchs Düsseldorfer Bonzenviertel zu düsen, um dann den Rhein über eine Autobahnbrücke zu überqueren und anschließend noch durch ein paar Niederrhein-Acker zu fahren.

Am Stadion mussten gefährliche Gegenstände wie Birnen und Luftpumpen am Einlass vernichtet werden – wer denkt sich so was aus??? Besonders ärgerlich ist das, wenn man noch die Rückfahrt (dazu später mehr) vor sich hat und gern noch etwas Verpflegung aufsparen möchte.

Das Gäste-WC im Auswärtssektor verfügte über eine gehobene Ausstattung.

Das Gäste-WC im Auswärtssektor verfügte über eine gehobene Ausstattung.

Das Spiel. DAS SPIEL! DAS SPIEL!!!!!!! Der Aufstieg ist aus meiner Sicht abgehakt. Ja, es fehlen nur zwei Punkte. Aber mit dieser Leistung sind die uneinholbar. Ich konnte keinen Spielzug bemerken und nur eine Torchance. Gekämpft wurde auch nicht, viel zu oft standen sich die Wuppertaler Spieler gegenseitig im Weg rum, anstatt einzugreifen. Ganz am Ende holte sich mal einer ne gelbe Karte ab. Wenn man gegen Kapellen Erft, wo man sonntags mit dem Rad hinfahren kann, nicht gewinnt, ist die Regionalliga kein Thema. “Zum Glück habe ich eine schöne Radtour gemacht, sonst wäre der Sonntag kompletter Müll”.

(c) rot-blau.com

(c) rot-blau.com

Die Rückfahrt war etwas mühsam, da die Bahn es für nötig hielt, wieder den ganzen Bahnverkehr in Wuppertal abzuschalten. Hbf zu, B7 zu, Kiesbergtunnel zu und wie ich hörte teilweise Schwebebahn tot. Ich glaube, besser kann man sich in einem Dorf wie Wuppertal nicht verschanzen. Immerhin können wir so niemals vom IS angegriffen werden. Zum Glück kamen wir mit der S-Bahn bis Hilden, von dort waren es nur noch 20km zurück nach Hause. Passenderweise war die Straßenbeleuchtung auf der B228 komplett aus, wodurch ich meine neue 60w Fahrradlampe (natürlich nicht StVO-konform, man könnte mich ja sehen) voll ausfahren konnte. Bei immer noch milden Temperaturen und romantisch erleuchtet konnte der Tag so auf den letzen Kilometern ausklingen.

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VIDEO:

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VdS 1920 Nievenheim – WSV (0:2, 35km)

Nievenheim, wo die Wolken noch aus den Fabriken kommen.

Pünktlich mit Beginn der Winterzeit einen 35km Katzensprung zum Rhein. Es sollte eine unvergessliche Tour werden. Der  Godfather of Radfahren, musste leider in Vohwinkel aufgeben. Die Luft war bei ihm nach all den Radtouren einfach raus. Schade und ärgerlich. So ging es nur zu Zweit weiter. In gutem Tempo durch die Herbstlandschaft immer anne Zwo-Achtundzwanzig entlang.
Fix war man in Haan, welches über Kurve-Kneipe-Kirche verfügt, und somit alle Grund-Vorraussetzungen für ein Oberliga-Team erfüllt. Freuen wir uns drauf!  Hilden, das wir als nächstes durchfuhren, hingegen hat nicht nur eine Mannschaft in der Liga, nein hier übt man sich auch in weiteren Großereignissen, die man auch Zeitgleich bewältigt. Das (Zw)Itter-Fest (in der Innenstadt!) und die Kaninchen Ausstellung lockt. Der Wahnsinn!

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Mit der Strecke aber auch mit der Laune ging es Bergab, klar man näherte sich der Landeshauptstadt  am Rhein, da gegenüber von Neuss, ihr wisst schon.
Geschickt wurde die Heimat der „gegen Wuppertal ist kein Derby, wir tauchen aber von Bösinhoven bis Büderich auf“ Gesellen links liegen gelassen. In Benrath kam es dann zur Premiere für die Wadenkrämpfler. Zum ersten Male wurde ein Teil der Strecke nicht per Rad, sondern per Schiff, -pardon Fähre zurückgelegt. Der Fährer an sich legt großen Wert darauf, das sein Boot kein Schiff ist, sondern eine Fähre. Ja, ja hier kannst du noch was lernen.
Fährer gehen übrigens auch nicht schiffen!

Foto

Nachdem das rettende Ufer erreicht wurde, war es nur noch ein kurzes Stück bis die Schießbude Nievenheim
erreicht wurde. Zum Spiel sei nur so viel gesagt, die dörfliche Presse erwartete ein Fussballfest oder Randale. Alle Erwartungen wurden zum Glück nicht erfüllt. 2:0 Pflichtsieg nicht mehr, nicht weniger.

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Zurück ging es per Auto, vom nach gereisten Godfather, die Räder wurden sicher von Fanprojekt Zurückgeführt. Danke dafür.

Ein schöner Tag an dem ich lernte das es in Deutschland gewaltbereite Hooligans gibt. Ich dachte ein Hooligan wäre immer Gewaltbereit, sonst wäre er ja kein Hooligan. Naja so eine Dopplung kommt auf jeden Fall gut in den Medien.

Die radfahrenden Radfahrer